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23.1.2007,
19 Uhr
Wolgang
Zurborn - die Erfindung des Realen
Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde

Das hervorstechende Merkmal der Fotografie
liegt in ihrer scheinbar direkten Affinität zum Bild der realen
Welt.
Visuell vermittelte Wirklichkeitsnähe und Realitätsferne sind
die - keineswegs unumstrittenen – Pole fotografischer Kunst.
Die Vorstellung, mit ihr ein eindeutiges Bild der Wirklichkeit schaffen
zu können, muss aber - aus vielerlei Gründen –
kritisch reflektiert werden.
Keine konkrete fotografische Arbeit kann losgelöst von dem subjektiven
Schaffensprozess und seinen ästhetischen und erkenntnistheoretischen
Kriterien gesehen werden. Das individuelle Interesse an bestimmten Situationen,
Wertsetzungen
und Wahrnehmungen ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die
lebendige Entwicklung einer fotografischen Handschrift.
Nur aus einer selbst Schritt für Schritt erschlossenen Perspektive
kann Wirklichkeit bewusst in ein aussagekräftiges Bild
gesetzt werden.
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